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Könnte Nibiru einen Polsprung auslösen?

von | Feb. 19, 2023 | Artikel, Phönix-Hypothese

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Was ist die Verbindung zwischen Nibiru oder Planet X und der Phönix-Hypothese?

Dieser Artikel ist ein Auszug aus der im NexusMagazin veröffentlichten Kurzfassung der Phönix-Hypothese, die die Frage untersucht, ob Nibiru oder ein Planet X einen Polsprung auslösen kann. Hier finden Sie die wichtigsten Hinweise, die darauf hindeuten, dass ein Himmelskörper verantwortlich für die zyklische Verschiebung der Erdkruste sein könnte. Zudem erhalten Sie hier wertvolle Recherchetipps und Quellenverlinkungen.

In meinem letzten Artikel ging ich auf die wichtigsten Theorien zur Polbewegung ein und gab Beispiele für Indizien, die auf einen zyklischen Kataklysmus hindeuten. Zudem stellte ich Literatur zur Verfügung, die die Grundlage der Theorie liefert. Weiterhin schnitt ich die Frage an, was einen zyklischen Polsprung auslösen könnte und erläuterte, warum Planet X bzw. Nibiru, wie er im Sumerischen bezeichnet wird, als der heißeste Kandidat gilt.

Die grundlegende Theorien zu Planet X

Auch wenn es eines der am häufigsten belächelten Themen im Zusammenhang mit der Polverschiebung zu sein scheint, ist die Nibiru-Theorie dennoch eine tiefere Untersuchung wert. Es gibt ein breites Spektrum an Publikationen (u. a. die Bücher von Zecharia Sitchin), die das Thema erforschen, zusammen mit unzähligen Channelings (bspw. Nancy Lieder und Zetatalk) und Berichten von Insidern und Whistleblowern (bspw. Robert Dean), die behaupten, dass das Nibiru-Szenario im Zentrum der kataklysmischen Zyklen der Erde steht.

Zecharia Sitchin
Zecharia Sitchin

Nibiru und andere Namen

Man kann die Nibiru-These als konsequente Weiterentwicklung der Theorie von Hapgood sehen. Der signifikante Unterschied besteht darin, dass für die zyklischen Erdveränderungen ein Objekt verantwortlich gemacht wird, das in der Bibel als „Wermut“ (Offenbarung 8:11) bezeichnet wird. In den sumerischen Überlieferungen, die durch Zecharia Sitchin populär wurden, heißt dieser Himmelskörper „Nibiru“ — ein Name, der sich in den Reihen der Kataklysmus-Forscher durchgesetzt hat.

Nibiru in der Bibel wird als Wermut bezeichnet
Nibiru in der Bibel wird als Wermut bezeichnet

Unter Astronomen spricht man wiederum von Planet X oder mittlerweile von Planet 9, nachdem Pluto den Status als Planet abkannte. Um die Namenskonfusion vollständig zu machen, muss man erwähnen, dass die erste offizielle akademische Theorie zum Thema 1940 vom chilenischen Astronomen Carlos Muñoz Ferrada (1909–2001) formuliert wurde, der das hypothetische Objekt „Hercolubus“ taufte.

Weiterentwicklung der Hapgood-Theorie

Ähnlich wie Hapgood erkannten die Nibiruforscher, dass die im Abendland bekannte Bibelgeschichte von Noah und der großen Flut ein Phänomen beschreibt, das sich aufgrund der vielen Überlieferungen alter Kulturen als globales Ereignis darstellt. Es ist also keine lokale Anomalie.

Animation des Planet X Vorbeiflugs nach Nancy Lieder

Einigen Analysten zufolge gibt es weltweit über 200 Quellen aus allen großen Kulturkreisen, die von einer massiven Überschwemmung in ihrer Mythologie sprechen, oftmals in Verbindung mit Himmelsphänomenen, z. B. in den Überlieferungen der Hopi, wo man von einer blauen und roten „Kachina“ berichtet. Auch die kataklysmischen Beschreibungen aus der Kolbrin-Bibel sprechen von einem roten Objekt im Himmel, das die Ägypter den „Verwüster“ oder „Zerstörer“ nennen. In anderen antiken Schriften ist vom roten Phönix oder vom roten Drachen die Rede.

Das Planet X System

Was das Thema weiter verkompliziert, ist, dass Nibiru nicht als Einzelphänomen erscheint. Bereits Carlos Muñoz Ferrada sprach von einem eigenen System, in dem sich sein „Hercolubus“ um eine schwarze Sonne dreht. Der Begriff „brauner Zwerg“, der das Objekt klarer definiert, war 1940 noch nicht etabliert. Diese schwarze Sonne wird auch „Nemesis“ genannt und Nibiru ist nur das Äußerste von 9 Objekten, welche einander beeinflussen.

Carlos Muñoz Ferrada „Hercolubus“ Planet X
Carlos Muñoz Ferrada „Hercolubus“

Hinzu kommen verschiedene Monde sowie ein Schweif aus Eisenoxid, der die rote Färbung verursacht. Das gesamte Nibiru-System wiederum bewegt sich in einer extrem langen elliptischen Bahn um die Sonne und ihren schwarzen Zwilling. Es kommt daher nur alle 3.600 Jahre in unsere unmittelbare Nähe. So ungefähr lautet die Grundthese, wobei sich die Nibiru-Forscher nicht in allen Details einig sind.

Flugbahn Nibiru
Flugbahn Nibiru nach Dr. Harrington

Inwieweit Nibirus Gravitationskräfte eine verheerende Wechselwirkung mit der Erde entfalten, hängt davon ab, auf welcher Seite des Sonnensystems sich unser Planet befindet, wenn er das Sonnensystem kreuzt.

Gravitationsanomalien

Carlos Muñoz Ferrada war 1940 der erste Astronom, der zu der Erkenntnis kam, dass es weitere unbekannte Objekte mit signifikanter Gravitation in unserem Sonnensystem geben muss. Diese These wurde von den Sonden Pioneer 10 (1972) und Pioneer 11 (1973) zunächst bestätigt, als beide Flugbahnen von einer unbekannten Gravitationsquelle abgelenkt wurden. Auch in Langzeitbeobachtungen von Uranus und Neptun kam man zu einem ähnlichen Schluss. So berichtete noch 1988 der NASA-Astronom Dr. John D. Anderson in einem Interview der Victoria Advocate:

„Wir (die NASA) haben ein 90- bis 99-prozentige Zuversicht (in die These), dass Uranus und Neptun gestört werden, und ein Kandidat dafür ein einzelner Planet X ist.“


Dr. John D. Anderson
Victoria Advocate, 1988

In diesem Jahr veröffentlichte auch Dr. Robert S. Harrington (Chefastronom des US Naval Observatory) sein Papier mit dem Titel „The Location of Planet X“. Die Zuversicht der beiden NASA-Astronomen rührte unter anderem aus den Daten der 1983 durchgeführten IRAS-Mission, die einen Infrarotsatelliten ins All beförderte. Die ersten Ergebnisse dieser Mission kommentierte die New York Times am 30. Januar 1983 noch mit den Worten:

„Die Hypothese, dass ein Brauner Zwergstern für die mysteriöse Kraft verantwortlich ist, hat an Glaubwürdigkeit gewonnen.“


Dr. Robert S. Harrington
New York Times 1983 Nibiru Planet X
New York Times 1983 Nibiru Planet X

Der Bruch im Nibiru-Narrativ

Die alte NASA Garde der Planet-X-Astronomen verstarb der Reihe nach — teilweise unter merkwürdigen Umständen. Dr. Harrington traf sich vor seinem Tod noch mit Zecharia Sitchin, was in einer Fernsehsendung dokumentiert wurde. Daher muss dem Astronomen klar gewesen sein, dass seine Erkenntnisse eine mythologische Grundlage hatten. Jedoch verstarb er wenige Jahre später an einem aggressiven Krebsleiden. So verstummte die Planet-X-Debatte in den 1990er-Jahren. Die NASA verkündete zudem, dass sich alle Anomalien aufgeklärt hätten, und fortan wurde das Thema nur noch von Leuten wie David Morrison vertreten, der von den verbliebenen Forschern als professioneller Debunker betitelt wird — NASAs Äquivalent zu Harald Lesch.

Sintflut in Ägypten
Könnte Nibiru eine neue Sintflut auslösen?

Das Narrativ hatte sich auf Seiten der NASA um 180° gedreht. Laut den Aussagen verschiedener Whistleblower wurde die Beobachtung von Planet X jedoch über das South Pole Observatory in der Antarktis klandestin fortgeführt. Von dort gab es zuletzt 2009 zwei Leaks, die angeblich Nibiru mit seinen Monden zeigen. Über die Authentizität der Bilder darf man als astrologischer Laie genauso spekulieren wie über die vielen Aufzeichnungen privater Forschungsgruppen, die seither behaupten, Nibiru fotografiert zu haben.

Das heutige Planet-9-Narrativ

In den letzten Jahrzehnten ruderte die NASA und damit die Mainstream-Wissenschaft ein Stück zurück. Das Phänomen wurde in eine neue Schublade gesteckt, die sich jetzt „Planet 9“ nennt. Darin heißt es, dass es durchaus Gravitationsphänomene gibt, die jedoch noch immer nicht aufgeklärt sind. Man vermutet zwar weiterhin, dass mindestens ein unbekannter Himmelskörper dahinter steckt, aber man hat sich sehr weit von den Anfängen der Planet-X-Forschung entfernt und erwähnt nicht einmal, dass solche Theorien bereits seit 1940 um das Thema herum sprießen.

Kurzdokumentation zum Thema Planet 9

Auch die Verbindung zu einem zyklischen Polsprung wird nicht einmal ansatzweise diskutiert. Das heutige Narrativ beschränkt sich darauf, dass Gruppen aus smarten Wissenschaftlern vehement nach Planet 9 suchen, aber bisher erfolglos sind. Die direkte Signifikanz wird ohnehin als vernachlässigbar suggeriert. Wer eine typische Beruhigungstablette des Mainstream-Narratives schlucken möchte, dem empfehle ich die offizielle ARTE-Dokumentation zum Thema. Wer glaubt, dass die Militärs, welche die Teleskope kontrollieren, es zulassen werden, die suchenden Wissenschaftler und damit die Öffentlichkeit mit echten Daten zu füttern, der darf das gerne tun. Im Rahmen der Phönix-Hypothese habe ich ausführlich erläutert, wie das System vermutlich auf einen anstehenden Polsprung reagieren würde. Dabei wird deutlich, dass Geheimhaltung und Panikvermeidung zu den obersten Prioritäten gehören.

Das gesamte Planet-X-Thema bleibt spannend, kontrovers und letztendlich ungeklärt. Einen letztendlichen Beweis für die Nibiru-These als Auslöser für den physischen Polsprung werden wir vermutlich erst haben, wenn es zu spät ist für weitere Vorbereitungen – wenn wir das Objekt wirklich im Himmel sehen. Natürlich kann es sich bei dem Theorem auch um eine geschickt implementierte Ablenkung oder Irreführung handeln. Ein essenzieller Grund, warum ich persönlich weiterhin dem Thema offen gegenüber bin, liegt darin, dass Nibiru auch im Hidden-Hand-Material eine wesentliche Rolle spielt, was wiederum in die Matrix-Hypothese hineinspielt. Ich denke, die nahe Zukunft wird uns zeigen, ob wir wirklich Besuch bekommen.

Recherchehinweise

  • Bevor Sie sich an die Bücher von Zecharia Sitchin setzen oder gar Nancy Lieders Channelings zu entschlüsseln versuchen, empfehle ich Ihnen zunächst die „Planet X 101 Dokumentation“ von Marshall Masters oder die letzten Vorträge von John Moore. Beide sind unten verlinkt.
  • Einen exzellent recherchierten und kompakten Vortrag, der mir erst vor wenigen Wochen in die Hände fiel, möchte ich jedoch als wichtigste Ressource anführen, wenn man sich schnell, aber umfassend, mit dem Thema vertraut machen möchte. Hier ist der Link zum Kanal „Science of the Pole Shift“.
Marshall Masters Doku

John Moore Vortrag

Weiterführende Fragen

Über den Autor

Mein Name ist Christian Köhlert. Als Therapeut und Autor sowie als Designer und Produzent digitaler Inhalte lebe ich in Vauderens im Schweizer Kanton Freiburg. Seither begeistere ich mich für die Mysterien des Lebens und habe viele Jahre mit dem Studium verschiedenster Fachgebiete – von Hermetik bis Quantenphysik – verbracht. Die Essenz davon veröffentliche ich hier auf dieser Seite.

Christian Köhlert Autor der Phönix- und Matrix-Hypothese

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  1. Die Kolbrin-Bibel: Eine Warnung vor Nibiru? | Mayamagik - […] der Phönix-Hypothese bereits einen Artikel geschrieben, welcher der Frage nachgeht, ob dieser Planet-X für einen zyklischen Reset verantwortlich sein…

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